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Unter der Rubrik «Tipp» erhalten Sie aktuelle Hinweise zu regionalen Veranstaltungen, welche ausserhalb der Musikfestwoche Meiringen stattfinden.
Vorschau 2017 «Wellen»!
Reservieren Sie sich bereits die Zeit vom 7. bis 15. Juli 2017 für weitere spannende Konzerte der Musikfestwoche Meiringen unter dem Thema
«Wellen»! Wir freuen uns auf Sie!
Vorschau 2017
Rückblick auf «sinnlich»
Unter dem Motto s i n n l i c h führte die Musifkestwoche Meiringen durch eine sinn-volle Programmkomposition, die neben Entdeckungen auch einen etwas verborgenen Schweizer Fokus bereit hielt.

Im Wort sinnlich ist auch das CH enthalten: drei Schweizer Komponisten hatten ihren wohl verdienten Auftritt und der Preisträger des Goldenen Bogens, Christoph Schiller - einer, der die Schweizerische Musikszene seit langem als überall präsenter Bratschist und Pädagoge prägt, und doch in dieser Rolle, trotz interantionalem Renommée stets etwas neben dem Rampenlicht steht – sollte endlich zu Ehren kommen!

Sinnliche Schweizer Musik? Ja und wie! Othmar Schoeck, der Bekannteste dieser drei, schrieb mit seinem Cellokonzert ein schwelgerisches Monumentalwerk in postromantischer Klangfarbe. Der künstlerische Leiter Patrick Demenga, übernahm den sowohl technisch wie kräftemässig höchst anspruchsvollen Part. Christoph Schiller führte das „Poème“ des vielseitigen Pianisten Julien-François Zbinden auf, der in diesem Jahr seinen 99. Geburtstag feierte und am Konzert in Meiringen teilnahm. (Man stelle sich vor: Jahrgang 1917 ... und er antwortet per Mail!) Von Jean Balissat schliesslich, den man als Dirigenten und Komponisten kennt, der aber auch als langjähriger Präsident der SUISA und des Tonkünstlerverbandes das Schweizer Musikgeschehen mitprägte, kam eine wundervolle Träumerei zur Aufführung.

Speziell: Das Fagott gab sich die Ehre! In Meiringen gleich zweimal mit dem tollen italienischen Fagottisten Diego Chenna: erstens mit der Saint-Sanes Fagottsonate und zweitens mit einem witzigen Werk des Österreichers Werner Pirchner, der Elemente aus Jazz und ernster Musik auf höchst virtuose und unterhaltsame Art verbindet. Pirchner ist eine Entdeckung.

Der Tausendsassa: Matthias Würsch, einer unserer vielseitigsten Schweizer Perkussionisten, trat diesmal nicht mit einem altgriechischen Rapp auf Blumentöpfen auf, sondern mit der Glasharfe, diesem äusserst heikel zu spielenden und zerbrechlichen Instrument und mit einem reichen Instrumentarium von balinesischen Perkussionsinstrumenten, mit denen er in Claude Viviers cinq poèmes sein immenses Können zeigte.

Neben diesen spezielleren Werken, waren grosse Werke der Kammermusik mit tollen Interpreten und Interpretinnen zu hören, wie z.B. Isabelle van Keulen Violine, Bernd Glemser Klavier, die CAMERATA BERN unter der Leitung von Antje Weithaas, das Berner Kammerorchester, das junge, sehr erfolgreiche Amaryllisquartett und viele mehr. Programm im Anhang.

Die Geigenbauschule Brienz veranstaltete während der Musikfestwoche einen Workshop zu Christoph Schillers Viola von Gasparo da Salo (es entstanden vier Bratschen nach diesem Modell), machten eine Austellung mit „allerlei sinnlichem Zierrat rund um die Streichinstrumente“ und es fanden zwei Vorträge statt.